Ablauf Van Ausbau

Wir haben uns einen Transporter in einen Luxus Van ausgebaut und zeigen euch jetzt wie wir vorgegangen sind.

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  1. Planung

  2. Rostbehandlung

  3. Fenster Einbau

  4. Boden

  5. Schallisolierung und Dämmung

  6. Trennwand + Unterkonstruktion

  7. Kabel verlegen

  8. Wandverkleidung und Wände

  9. Innenausstattung


  1. Planung

Die Planung ist definitiv das A & O. Um so genauer ihr euren Plan von Anfang an habt, um so einfacher wird es. Zu Beginn gibt es viele Fragen, die man sich stellen muss, die einem bei der Planung helfen. Dazu entstehen Recherchen, um die nötigen und für euch passenden Materialien zu finden. Da man für den Bau viele Sachen bestellen muss, ist es gut schon früh mit der Planung zu beginnen, um die nötigen Produkte rechtzeitig bestellen zu können und lange Lieferzeiten zu vermeiden. Wir versuchen jetzt mal euch Fragen aufzulisten, die ihr euch für euren Van stellen müsst, um einen konkreten Plan zu bekommen.

  • Wie viele Fenster soll der Van haben? Wie viele im Dach, an der Seite, an der Schiebetür, an den Hecktüren, welche sind vielleicht schon im Auto eingebaut? Wollt ihr im Dach ein Fester mit Ventilator, damit die Luft zirkulieren kann?

  • Soll der Van ein festes Bett und eine feste Sitzecke haben oder eine Sitzecke, die man zum Bett umfunktionieren kann?

  • Brauche ich eine Dusche?

  • Brauche ich eine Heizung? Will ich den Van nur im Sommer nutzen, oder auch im Frühling, Herbst oder sogar Winter, wenn es mal kälter ist?

  • Wie viel Strom brauche ich im Van? Das hängt sicher davon ab, ob ihr den Van nur nutzt, um Urlaub zu machen, oder um längere Zeit darin zu leben und auch zu arbeiten.

 

2. Rostbehandlung

Falls ihr ein gebrauchtes Fahrzeug gekauft habt, ist es gut möglich, dass sich an manchen Stellen schon Rost gebildet hat. Bevor ihr also anfangt euren Van auszubauen, empfiehlt es sich ihn einmal komplett zu reinigen und rostige Stellen zu behandeln. Auch alle offenen Metallstellen, die bei eurem Ausbau entstehen, müssen mit Schutzlack richtig behandelt werden. Wir haben dazu den Hammerite Metall-Schutzlack genutzt.

 

3. Fenster 

Nachdem man einen Plan hat, wie der Van aufgebaut sein soll, kann man mit dem Einbau der Fenster weiter machen. Achtet beim Kauf der Fenster unbedingt auf das E Prüfzeichen, darauf achtet der TÜV, wenn ihr euren Transporter später zu einem Wohnmobil ummelden möchtet. Schaut euch die Einbauanleitung eurer Fester genau an und schaut, ob eure Position für die Fenster auch auf dem Dach passt, oder ob ihr ggf. einen Adapter braucht. Nicht bei jedem Auto ist der Einbau auf dem Dach an jeder Stelle möglich. Je nach Dach dicke und Fenster Model müsst ihr euch noch einen Rahmen für innen machen. Wir haben dazu einfach 24 × 48 mm Holzlatten zugesagt und zusammengeschraubt. Diese hatten genau die richtige Dicke für unsere Fenster.

 

4. Boden

Schaut, ob euer Auto schon Bodenplatten hat und wie gut diese noch sind, oder ihr selbst welche kaufen oder machen müsst. Unser Auto hatte noch keine und wir haben unseren Boden deshalb aus Sperrholzplatten gesägt. Zusätzlich haben wir in die Bodenrillen Latten als Unterkonstruktion geklebt. So hatten wir die Möglichkeit, den Boden zwischen den Latten eben dämmen zu können. Wir wollten einfach sicher gehen, dass auch von unten nicht zu viel Kälte ins Auto kommt. Die Bodenplatten haben wir dann auch als Schablone für unseren PVC-Boden genutzt, den wir im Auto verlegt haben.

 

5. Schallisolierung und Dämmung

Wir haben lange überlegt, ob eine Schallisolierung zusätzlich zur Dämmung nötig ist und haben viele Berichte darüber gelesen. Da allein die Dämmung schon die Schwingungen des Metalls unterbrechen und eine Schallisolierung deshalb nicht unbedingt nötig ist. Wir wollten dennoch auf Nummer sicher gehen und haben den Großteil unseres Autos mit Alubutyl beklebt. Hierzu reicht eine Größe, die 40 % der jeweiligen Fläche bedeckt. Vor allem das Dach, das durch Regen und manchmal auch Hagel am meisten betroffen ist, haben wir gut schallisoliert.

Eine Dämmung hingegen ist unabdingbar, um die Temperatur im Auto am besten regulieren und halten zu können. Sie ist dazu da im Winter die Wärme besser im Auto halten zu können und, dass es sich im Sommer nicht zu schnell aufheizt. Eine perfekte Dämmung ist meist nicht möglich, da man mit dem Dämmmaterial nicht an alle Stellen des Autos kommt und es somit nicht lückenlos dämmen kann. Wir haben uns bei der Dämmung für selbstklebendes Armaflex XG entschieden und haben versucht jede Ecke und jeden Holm des Autos zu dämmen, die wir erreichen konnten. Am wichtigsten sind aber die großen Flächen und dort ist es sinnvoll, die Stoßkanten noch einmal mit einem dünnen Armaflex Klebeband zu überkleben. Auch unseren Boden haben wir zwischen und auf unserer Holzunterkonstruktion gedämmt.

 

6. Trennwand + Unterkonstruktion

Ihr müsst euch im Klaren darüber sein, ob ihr den Fahrerraum vom Wohnraum komplett abgetrennt haben wollt, oder, ob ihr einen Durchgang nach vorne wollt. Das hängt aber auch davon ab, welche Sitzaufteilung ihr vorne habt. Wir haben neben einem festen Fahrersitz eine zweier Sitzbank und wollten den Fahrerraum komplett vom Rest abgetrennt haben. Falls ihr aber zwei Einzelsitze habt oder auch welche zum Drehen, gibt es auch schöne Möglichkeiten es offenzulassen, oder eine Schiebetür zum Fahrerraum zu verbauen. Wir haben in unsere Trennwand lediglich ein kleines Schiebefenster eingebaut, durch das wir im Notfall schnell nach vorne klettern könnten. Falls ihr später eure Wände mit Holzlatten oder Holzplatten verkleiden wollt, benötigt ihr eine Unterkonstruktion. Ihr habt auch die Möglichkeit die Wände zu filzen, das fanden wir persönlich aber nicht so schön. Für die Unterkonstruktion haben wir Holzlatten an den Holmen angebracht, an denen wir später die Holzplatten verschrauben können. Um die Holzplatten zu befestigen, kann man entweder sogenannte Bohrschrauben nutzen oder sie mit Nieten und Gewindeschrauben in den Löschern der Holme befestigen. Wir haben uns für die Variante mit den Nieten entschieden, da wir so das Metall, falls wir noch Löscher bohren mussten, richtig behandeln konnten. Bei den Bohrschrauben hat man nicht die Möglichkeit, noch Metallschutzlack anzubringen.

 

7. Kabel verlegen

Wenn ihr euch dazu entschieden habt ein Stromsystem in eurem Van zu verbauen, braucht ihr einen festen Plan, wo ihr Steckdosen, Lichtschalter und die nötigen Module verbaut. Informiert euch gut über die aktuellen Vorschriften, welche Kabel im Auto verlegt werden dürfen. Falls ihr nur ein 12V System wollt, gibt es nicht so viele Vorschriften, nach denen ihr richten müsst, da dieses vom TÜV nicht kontrolliert wird. Wir haben ganze normale H07V-K Kabel genutzt. Überlegt ihr aber auch 230V im Van zu verbauen gibt es bestimmte Kabel, die ihr nutzen müsst und dieses System müsst ihr zum Schluss auch von einem Elektriker testen und bescheinigen lassen. Wenn ihr plant ein Solarmodul auf dem Auto zu verbauen, überlegt euch auch hier gut die Position und an welcher Stelle das Kabel nach draußen führen soll, denn auch dieses müsst ihr dann schon verlegen. All unsere Kabel haben wir zum Schutz in Wellrohren verlegt.

 

8. Wandverkleidung und Wände

Nachdem alles verlegt ist, kann die Wandverkleidung ins Auto. Hier gibt es viele Möglichkeiten. Wir haben uns für einfache 5 mm Pappelsperrholz Platten entschieden. Die Ecken des Autos wollen wir gebogen haben und haben dafür lange nach Holz gesucht. Letztendlich haben wir in einem Holzlager, flexible Biegesperrholz Platten gefunden. Alle Holzplatten haben wir passend zugesägt und an unserer Unterkonstruktion verschraubt.

 

9. Innenausstattung

Wenn alle Wände im Auto stehen und verkleidet sind, könnt ihr euch, falls nötig ans Streichen und an die Innenausstattung machen. Als Farbe für all unsere Wände und Möbel haben wir diese genutzt. Bei den Möbeln seid ihr frei, ob ihr euch fertige Schränke kauft oder sie selbst baut. Da man im Van keine Standardgrößen hat und nur sehr schwer passende Schränke und Möbel findet, haben wir alle selbst gebaut. Bei der Spüle, Amateur und Lampen haben wir auch ganz normale und keine aus dem Campingbedarf genommen, da uns diese optisch einfach besser gefallen haben.

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